Cesky Krumlov stand schon lange auf unserer Wunschliste für eine gemeinsame Ausfahrt. Irgendetwas hat bisher immer dazwischengefunkt – Kleinigkeiten, Wetter, Timing. Doch diesmal passt alles, und wir starten früh, direkt nach dem Frühstück, um der vorhergesagten Hitze ein wenig voraus zu sein.


Unsere Route führt uns nicht schnurstracks nach Norden, sondern über kleine, verwinkelte Straßen, die sich in sanften Kurven durch die Landschaft ziehen. Der Weg ist das Ziel – und dieser macht richtig Spaß. Auch jenseits der Grenze setzt sich das Kurvenvergnügen fort. Auf einem geraden Alleestück legen wir einen kurzen Stopp ein, strecken ein wenig die Beine und genießen die kühle Morgenluft.






Nicht viel später rollen wir tatsächlich in Cesky Krumlov ein. Der Verkehr erfordert Konzentration, und das GPS ist in der Altstadt eher dekorativ – Intuition ist gefragt. Doch wir finden auf Anhieb den Parkplatz an der Moldau, von dem aus es nur ein kurzer Spaziergang entlang des Flusses ins Zentrum ist.



Wie es der Zufall will, ist gerade ein Mittelalter-Festival im Aufbau. Überall bunte Kostüme, Kulissen und geschäftiges Treiben – eine stimmige Einstimmung auf den besonderen Charme der Stadt. Bald liegt die Altstadt vor uns, malerisch in einer Moldauschleife eingebettet.
Wir schlendern gemütlich bergauf durch die engen Gassen bis zur Aussichtsterrasse. Von hier eröffnet sich ein fantastischer Blick hinüber zum Schloss – ein echtes Postkartenmotiv. Danach führt uns die Suche nach einem schattigen Plätzchen zurück ans Ufer, wo wir ein kleines Fischrestaurant entdecken. Unter großen Sonnenschirmen lassen wir uns eine Pause schmecken – genau das Richtige bei den Temperaturen.







Gut gestärkt folgen wir anschließend dem Fluss weiter flussaufwärts Richtung Moldaustauseen. Und dann passiert’s: Wir geraten in eine nicht enden wollende Kolonne eines Indian-Chapters, inklusive Polizeieskorte. In gemütlichem Schneckentempo schaukeln wir durch die idyllische Landschaft – nicht ganz unsere Vorstellung von Kurvenspaß, aber immerhin mit Unterhaltungswert.



Etwas abgelenkt vom Trubel und den Absperrungen verpassen wir die Gelegenheit zum Abbiegen – also fahren wir einfach weiter, bis wir später eine alternative Route nach Bad Leonfelden finden. Dort wartet ein echtes Highlight: die Lebzelterei von Kastner. Nicht nur wegen des traditionellen Gebäcks – sie haben auch köstliches Eis! Und wie es der Zufall will: die Tankstelle liegt gleich ums Eck. Perfektes Timing.


Frisch abgekühlt und vollgetankt geht es die letzten Kilometer zurück nach Reichenau. Nach einer belebenden Dusche lassen wir den Tag mit einer Mühlviertler Pizza ausklingen – knusprig, würzig, einfach fantastisch.
