Drei Tage Moto Austria – und wir mittendrin

Manchmal schreibt das Leben die schönsten Geschichten ganz spontan. Eine Woche vor der Moto Austria in Wels kam der Anruf: „Wir hätten da noch einen Restplatz für euch.“
Wir haben uns angesehen, gelächelt – und sofort gewusst: Da wollen wir hin. Da gehören wir hin.

So standen wir plötzlich auf der Moto Austria. Unerwartet, ein bisschen aufgeregt und voller Freude. Endlich wieder sichtbar sein, endlich wieder rausgehen mit dem, was uns verbindet: unsere Leidenschaft fürs Motorradfahren – und unsere Gemeinschaft.

Gemeinsam ist einfach besser

Unser Stand war ein echtes Miteinander. Zusammen mit SheRides, einer Community-App, die wie wir Frauen im Motorradbereich unterstützt, haben wir Platz, Ideen und viele Gespräche geteilt. Es fühlte sich richtig an. Nicht nebeneinander, sondern gemeinsam.

Zwischen Flyern, Blicken und Begegnungen

Flyer verteilen klingt einfach – war aber schnell viel mehr als das. Es wurde zu einer kleinen Reise durch Begegnungen.
Wir haben Frauen gesehen, die gezögert haben. Gelächelt haben. Wiedergekommen sind.
Wir haben gemerkt, wie unterschiedlich die Wege sind, auf denen Frauen zum Motorradfahren finden – und wie schön es ist, wenn sich diese Wege für einen Moment kreuzen.

Manchmal kamen Gespräche ganz leicht zustande, manchmal brauchte es ein bisschen Mut auf beiden Seiten. Und ja, da waren auch die Blicke und das Grinsen mancher Männer. Wir nehmen das mit einem Augenzwinkern. Vielleicht aus Überraschung, vielleicht aus Neugier. Für uns war es vor allem eines: eine Erinnerung daran, warum es WIMA braucht – auch heute noch.

Wir fahren. Wir stehen füreinander.

Die Messe war voll, lebendig, laut – und unser Stand mittendrin. Wir haben erklärt, erzählt, gelacht, fotografiert, Videos gemacht. Am Ende waren es rund 700 Flyer, die wir in drei Tagen verteilt haben.

Nicht jeder davon hat sein Ziel erreicht, das wissen wir. Aber viele schon. Und manche dieser Flyer haben etwas angestoßen: Nachrichten im Nachhinein, Fragen, ehrliches Interesse, erste Anträge auf Mitgliedschaft. Das sind die Momente, die bleiben.

30 Jahre WIMA-Austria – und noch lange nicht am Ziel

In unserem 30. Jubiläumsjahr durften wir erleben, dass unsere Geschichte Aufmerksamkeit bekommt. Erste positive Rückmeldungen, Gespräche mit Ausstellern – und sogar die Zusage des österreichischen Motorradmagazins, einen Artikel über WIMA zu veröffentlichen. Über das, wofür wir stehen. Über uns.

Wir haben uns abgewechselt – und belohnt 😉

Jeden Tag waren drei bis vier von uns vor Ort. Wir haben uns abgewechselt, einander unterstützt, uns Freiräume geschaffen. Zeit für Gespräche, Zeit für die Messe – und ja, auch Zeit für den einen oder anderen kleinen Einkauf. Das gehört dazu. Und hebt die Stimmung.

Was wir mitnehmen

Drei Tage voller Begegnungen. Voller kleiner Bestätigungen. Voller Wärme.
Wir sind müde, aber glücklich. Dankbar. Und ein bisschen stolz.

Denn wir haben gespürt: Wir sind sichtbar. Wir werden wahrgenommen. Und wir machen einen Unterschied.
Nicht laut. Nicht belehrend. Sondern gemeinsam.

2 Kommentare

  1. Ihr Lieben, ihr wart fleißig wie die Bienchen, und erstmals wurde WIMA Austria auf der Messe präsentiert! Das ist ein weiterer Schritt in die breite Öffentlichkeit, und, wie zu lesen, wurden damit auch Frauen erreicht, die nicht aktiv im net nach gleichgesinnten Bikerinnen suchen, oder wen kennen, der eine kennt, die eine kennt…
    Wie lange habe ich in meinen ersten Anfangsjahren als Bikerin vergeblich gehofft auf eine Gruppe wie unsere zu stoßen. Wie erfrischend, dass wir Frauen mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Biken vereinen- Weltenbummlerinnen, Motocrossfans, Cruiserinnen, Winterfahrerinnen, Gruppen- und Einzelreisende…was immer auch, die Freude am Bike und an weltweiten Freundschaften stehen im Vordergrund.
    Danke für euren Einsatz auf der Moto Wels, und die neuen Kontakte, die ihr knüpfen konntet! Bin stolz auf euch!

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