Buchtel Tour

Die Buchtel, unendliche Weiten gigantischer Dimensionen.
Das ist normalerweise die Einleitung von so mancher Science Fiction Serie.
Aber auch die perfekte Beschreibung unserer Saison Abschluss Tour am 26. September.
Die Tage werden in Riesenschritten kürzer und die ersten Bäume beginnen ihre Blätter einzufärben.
Das ist normalerweise der Zeitpunkt, wo wir unsere Mädls zusammenrufen, um den letzten Sonnenstrahlen folgend gemeinsam eine Runde zu fahren.
Das mit der Sonne ist wie üblich spannend, die Wetterprognosen versprechen viel und halten wenig, aber der Sonntag dürfte uns hold sein.
So treffen wir uns bei leichtem Nebel 😉 bei unserem Standard Süd Treffunkt in Wr. Neudorf
Von Minute zu Minute werden es mehr und es ist jetzt schon klar, die Ausfahrt erhält gleich eine neue Dimension.
Bine, Sonja und Jasmin sind spontan unserer Einladung auf FB gefolgt, sie wollen sich anschauen wer wir so sind und am Event ebenfalls teilnehmen. Kein Problem, wir sind offen für interessierte Motorradfahrerinnen.

Pünktlich um 9:00 starten wir und fahren durch die Ebene und mit immer stärker werdenden Bodennebel nach Süden und an Wr. Neustadt und Mattersburg vorbei. Die Mädls die warm angezogen sind, Griffheizung und Visierwischer haben sind fein raus, aber für den Rest ist es von Minute zu Minute unangenehmer.
Umso erfreulicher ist es daher, als wir bei der Auffahrt zur Buckligen Welt die Burg Forchtenstein aus dem Nebel auftauchen sehen. Eine wunderbare Erscheinung die uns im wahrsten Sinne des Wortes erwärmt.


Wir machen Stop am Parkplatz vor der Burg um uns ein wenig aufzuwärmen, bevor es weitergeht.
Vereinbarungsgemäß schicken wir Renate die info, dass wir in ca. 10min bei ihr sind um sie mitzunehmen.
Seltsamerweise ist sie nicht am Treffpunkt, obwohl sie erst vor kurzem von dort ein Foto geschickt hat. ??
Wir fahren einmal den Ort auf und ab und kommen zu dem Schluss, dass sie sich möglicherweise einer falschen Gruppe angeschlossen hat? Hr,hr,hr wir sind gespannt, wann sie, oder der Rudelführer, bemerkt das etwas nicht stimmt. 😉 Wir hinterlassen ihr eine Nachricht und fahren weiter.


Kurz vor Kirchschlag/Wechsel passiert dann in einer feuchten Kurve das, was niemand von uns haben möchte.
Das Hinterrad von Biene rutscht weg und sie und das Motorrad landen unsanft am Asphalt.
Gott sei Dank war sie nicht flott unterwegs, aber der Sturz hat für ihr Motorrad leider Konsequenzen.
Der Motor Deckel hat ein Loch und Öl rinnt aus. Auch der Hinterreifen ist voller Öl, also ein no go für eine Weiterfahrt 🙁 Wir decken den Ölfleck mit Erde ab, sichern die Stelle für nachkommende Fahrzeuge und diskutieren die Optionen. ARBÖ ist schnell verständigt, aber bis zur Ankunft bleiben Su und Berti bei ihr, um sich um sie zu kümmern. Der Rest der Gruppe fährt weiter, Su und Berti kommen dann nach, wenn sie vor Ort fertig sind.
Im Rückblick, wird es die letzte feuchte Kurve auf der gesamten restlichen Tour bleiben, so ein Pech….

Wir haben jetzt schon einiges an Zeit verloren, unsere Steirer Mädls: Petra mit Gripsmania, aber auch unsere Mädls aus der Obersteiermark sind zusammen mit Renate aus Kärnten angereist und werden wohl schon warten. Und, so ist es auch. Als wir bei der Buchtelbar in Wenigzell vorfahren, sehen wir schon viele bekannte Gesichter an den Tischen und Motorräder vor der Tür.
Gut, dass wir reserviert haben, wir füllen immerhin 4 Tische und wir sind nicht alleine vor Ort. Das schöne Wetter hat auch viele andere Motorrad- und Autofahrer vor Ort gelockt.
Wir genießen das gute Essen (eine Buchtel ist riesig und flaumig!!) , aber auch die anderen Speisen sind sehr gut.
Wir unterhalten uns köstlich, tauschen uns mit unseren Steirerinnen aus, und auch Su und Berti stoßen ca. 1 Stunde später auch wieder zu uns. Damit sind wir 22 Mädls vor Ort. Su bemüht sich für unser analoges Stammbuch alle Anwesenden zu erfassen was bei der laufenden Bewegung zwischen den 4 Tischen gar nicht so einfach ist. Auch, wenn wir satt sind. Wir wollen den zu Hause gebliebenen auch den Genuss ermöglichen und nehmen auch noch die eine, oder andere, Buchtel mit.

Es war spät, als wir eingetroffen sind, aber jetzt ist es wirklich spät. Es warten noch ca. 3 Stunden Fahrzeit auf uns und dunkel wird es mittlerweile um 18:30.
Wir brechen schleunigst auf, und auch unserer Südfraktion macht sich wieder auf den Weg.
Bis Gloggnitz sind es noch ein paar kleine Strecken die wir genießen (inkl. einer Schotterbaustelle, die uns umdrehen lässt). Aber in Gloggnitz trennen wir uns.

Ein Teil fährt ab jetzt via Autobahn weiter, nur der unersättliche Rest möchte bis zum bitteren Ende (Dunkelheit) alle Kurven ausreizen.
Su, Anneliese, Michaela, Gea, Astrid, Laura, Renate und Versya setzen zur Fahrt gegen die Dunkelheit an.
Eigentlich ein Wunder, trotz StVO konformer Fahrweise, Sonntagsfahrer zuhauf am Heimweg schaffen wir es mit der hereinbrechenden Dunkelheit nach Hochroterd.
Dort teilt sich (nun schon im einbrechenden Dunkel) die Gruppe in Wien/NÖ Süd und West und die letzten Kilometer geht die Fahrt im Dunkel weiter, bis die Lichter von Wien wieder den Tag zurückbringen.
Resumee: Motorräder sind selbst auf den kleinen Straßen ein flottes Fortbewegungsmittel und machen gleichzeitig Spaß.
Anders kann, beim besten Willen, das Grinsen in unseren Gesichtern über die eigentlich unmögliche Leistung nicht gedeutet werden 😉

2 Kommentare

  1. Hi.. Ich lass auch ein paar Worte da..
    Zuallererst möcht ich mich von Herzen bedanken❤️, für die liebevolle Umsorgung aller Mädels.. Besonders bei Su und Berti die mich mit “Nervennahrung” und Zusprüchen beruhigten und zur Seite standen, bis der Abschleppdienst eintraf.
    Mein Kopf war voll mit wie, was, wann, wo Fragen..
    Gott sei Dank blieb ich einigermaßen im Hier U Jetzt um alles zu organisieren.. Leider war der Öl Fleck so gross.. (durch das Loch blieben wahrscheinlich nur ein paar Tropfen Öl im Behälter) das ich die FF alarmieren musste,… Buh… Das zerrte dann schon etwas an den Nerven, als ich die Sirene heulen hörte und wusste es ist wegen mir…
    Aber im grossen und ganzen ist dann weiteres alles gut verlaufen, sie beseitigen die Ölspur..
    der Arbö Mitarbeiter,.. (der sehr viel redete und mir eh schon der Kopf brummte) brachte meine Yess (MOTORRAD) sicher zu meiner Werkstatt meines Vertrauens, die Glück im Unglück, nicht weit entfernt war.. Und mich sicher zum Stützpunkt Wiener Neustadt.
    Von dort wurde ich abgeholt und schön langsam sank der Druck und stieg aufeinmal das Bewusstsein was passiert war.. Einwenig aufgelöst.. Kam dann die vernünftige Entscheidung mein linkes Knie doch im Spital ansehen zulassen.. Da es immer mehr zum Pochen begann..
    Ja.. Und nun sind meine Yess️ u ich noch etwas angeschlagen (eine Prellung an Innenseite Knie, Bluterguss-vermutlich durchs rauffallen des Motorrades) und sie bekommt neuen Lenker, neuen Deckel, neues Öl und ein paar Kleinigkeiten..
    Und hoffen bald wieder vom Krankenstand entlassen zu werden.. ..

    Kurz um,… Natürlich zerriss es mir das Herz nicht den schönen Ausflug zu Ende zu bringen.. Aber.. Ich habe auch gesehen wie wichtig doch auch Schutzkleidung ist.. Und es hätte auch anders ausgehen können..
    Und das Beste… Ich hab total liebe Leute kennengelernt… U freue mich auf die nächste gemeinsame Unfallfreie Mädels-Ausfahrt.. ️✌️❤️ Bine

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