Nach einem gemütlichen Frühstück starteten wir in den zweiten Tag unseres Jubiläumswochenendes. Die Vorfreude war groß, denn heute stand eine gemeinsame Ausfahrt mit unseren internationalen Gästen auf dem Programm. Schon am Morgen wurde deutlich, was WIMA ausmacht: Frauen aus verschiedenen Ländern, die dieselbe Leidenschaft teilen und sich auch ohne viele Worte sofort verstehen.





Um allen Teilnehmerinnen gerecht zu werden, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Beide hatten dasselbe Ziel vor Augen – die Fähre in Obermühl an der Donau – doch der Weg dorthin sollte unterschiedlich verlaufen.
Die erste Gruppe entschied sich für einen etwas sportlicheren Programmpunkt und machte Halt bei der berühmten Schlögener Donauschlinge. Vom Parkplatz aus führte ein etwa 30-minütiger Wanderweg hin zum Aussichtspunkt. Der Weg wurde jedoch reich belohnt: Oben bot sich ein atemberaubender Blick auf die Donau, die sich in einer beeindruckenden Schleife durch die Landschaft windet. Nicht umsonst sagt man hier gerne, die Schlögener Donauschlinge sei der Beweis dafür, dass Granit härter ist als Wasser. Für einen Moment rückten Motorräder, Kilometer und Zeitpläne in den Hintergrund, während wir einfach nur die Aussicht genossen.



Die zweite Gruppe wählte eine gemütlichere Route und machte sich direkt auf den Weg Richtung Fähre. Eigentlich hätten sich beide Gruppen dort wieder treffen sollen. Doch wie das bei gemeinsamen Ausfahrten manchmal ist, hielt sich der Tag nicht ganz an den vorgesehenen Zeitplan.






Die Fahrgruppe hatte inzwischen in Obermühl zu Mittag gegessen und stellte fest, dass die Zeit bereits etwas zu weit fortgeschritten war. Um das Nachmittagsprogramm nicht zu gefährden, entschied man sich kurzerhand, die Fähre auszulassen und auf direktem Weg zur nächsten Station zu fahren: der Lebkuchenfabrik.
Die entsprechende Information wurde natürlich an die zweite Gruppe weitergegeben.


Diese ließ sich jedoch die Fahrt mit der Fähre nicht entgehen. Damit begann ein kleines Rennen gegen die Zeit. Nach der Überfahrt wurde zügig weitergefahren, um die geplante Führung in der Lebkuchenfabrik noch rechtzeitig zu erreichen. Ganz pünktlich klappte es zwar nicht, doch mit nur wenigen Minuten Verspätung konnten sich auch die Teilnehmerinnen der zweiten Gruppe der laufenden Führung anschließen.





Danach war erst einmal Genießen angesagt. Zwischen duftenden Lebkuchenspezialitäten, Kaffee, Kuchen und Eis blieb ausreichend Zeit zum Plaudern, Entspannen und Sammeln neuer Energie. Die kleinen Planänderungen des Tages sorgten im Nachhinein für viele Lacher und bestätigten einmal mehr eine alte Erkenntnis: Die schönsten Geschichten entstehen meist dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Am Abend kehrten wir zurück zu unserem Quartier. Mit dem Verschwinden der Sonne wurden die Temperaturen überraschend schnell kühler, doch das konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Im gemütlichen, warmen Extrastüberl wurde geplaudert, gelacht und auf 30 Jahre WIMA Austria angestoßen.







Für einen ganz besonderen Ausklang sorgte schließlich die Musik. Gemeinsam wurde gesungen, begleitet von Instrumenten, viel guter Laune und noch mehr Herzlichkeit. Die internationale Runde rückte dabei noch ein Stück näher zusammen, und spätestens in diesem Moment war spürbar, dass WIMA weit mehr ist als ein Motorradclub. Es sind die Freundschaften, die gemeinsamen Erlebnisse und die vielen Geschichten, die uns verbinden.
So ging ein weiterer wunderbarer Jubiläumstag zu Ende – voller beeindruckender Ausblicke, kleiner Umwege, spontaner Entscheidungen und großer Gemeinschaft. Ganz im Sinne von 30 Jahren WIMA Austria.
