So richtig “einsauen”, oder doch nicht?

Nach dem Motto “learning by doing”  Kette spannen – einen Versuch war’s wert.

Unter Zuhilfenahme der Betriebsanleitung und des Bordwerkzeugs der KTM ging ich ans Werk. Zur Beruhigung, dass ich nichts falsch mache, natürlich unter dem kritischen Auge von Chris.

Die Radmutter (1) zu lockern bedurfte doch einiger Kraftanstrengung – mit der Hand ging’s trotz Verlängerung des Gabelschlüssels Anfangs nicht, da musste schon der Fuß ran – “auf” gegen den Uhrzeigersinn! waren die mahnenden Worte von Chris.

Dann links und rechts die Muttern (2) lockern und bei den Einstellschrauben (3) auf beiden Seiten die gleiche Anzahl an Umdrehungen (im Uhrzeigersinn) vornehmen und überprüfen, ob die Enden der Kettenspanner auf beide Seiten gleichen Abstand haben (Tipp von Chris!), da die Referenzmarken leider schwer erkennbar waren.

Danach Muttern (2) auf beiden Seiten wieder festziehen und aufpassen, dass man nicht versehentlich wieder etwas verstellt. Das hab’ ich als das Schwierigste empfunden, benötigt zwar keine Kraft, aber verunsichert – hab’ ich die Schraube nicht vielleicht doch wieder verdreht?

Schließlich die Radmutter (1) wieder festziehen – im Uhrzeigersinn! Kettenspiel 5-7 mm zur Unterkante der Schwinge noch einmal geprüft – passt perfekt!

Die Hände betrachtet und welch’ Überraschung – sie waren nicht mehr verdreckt, als sonst beim Luftdruckprüfen! Und das lag nicht am bereits einsetzenden Regen.

Beim ersten “roll out” gut hingehört und es hat sich auch gleich ein gutes Gefühl eingestellt. Scheint so, als hab’ ich alles richtig gemacht.

Also Mädel’s traut euch – ihr könnt’ mehr als ihr glaubt!

Danke an Chris für ihre hilfreichen Tipps und ihre “Aufsicht”.

Nur so nebenbei die Betriebsanleitung der KTM erklärt die Schritte recht anschaulich. Auch das Bordwerkzeug hat für diese Arbeit gereicht, wovon ich Anfangs nicht wirklich überzeugt war.

3 Kommentare

  1. Wichtiger Beitrag – Kette spannen müssen kann ja leicht vorkommen, wenn man unterwegs ist – und nicht immer sind Werkstätten (oder Helfer/innen) greifbar. Ich denke aber, vor Verstellen der Spannereinstellung nach dem Festziehen der Kontermutter an der Einstellschraube muß sich niemand fürchten: wenn die auf beiden Seiten fest sind und die gleiche Strecke Gewindegänge zu sehen ist, sollte das Rad ziemlich geradestehen: denn so unangenehm teuer die Aluschwinge wahrscheinlich ist, wenn frau sie kaufen müßte, so sicher kann man sie aufgrund des Materials auch nicht ‘verbiegen’ (was bei solchen aus Stahl eben schonmal vorkommt) und daher sollte nach Methode KTM das Kettenrad (auf der Felge) mit dem Ritzel (vorne beim Motor) fluchten. Weil mir die 5-7mm so richtig wenig vorkamen, hab’ ich ins 390er Forum geschaut, was da so geboten wird – na geht doch: der 3. Beitrag (keeler) ist sehr informativ und brauchbar, auch wenn sich die Methode mit dem geradestehenden Hinterrad zum Teil vorerst kompliziert anliest – was sie aber nicht ist, nur braucht’s dazu einen Mittelständer/Hebewerkzeug (“Renn”ständer), kostet ab 20 € und den hat man unterwegs zwar nicht zur Hand (wahrscheinlich hätten die Wespen sowas aufgetrieben…), aber zu Hause vllt zur Kontrolle… Dann spart man andererseits jedoch eine Menge Geld, wenn man beim Reifenwechseln das Hinterrad mit dem Käfig zum ReifenProfi bringt und macht’s ebenso genau wie der Mech mit dem Laser – falls der einen guten Tag hat…
    http://www.duke390-forum.de/t157f8-Kette-Spannen.html
    Bei dennoch offenbleibenden Fragen halt beim nächsten Stammtisch im September Oktober bei Chris nachfragen … 😉

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