Der perfekte Tag

Perfekte Tage können sehr unterschiedlich aussehen, wir, die WIMA Austria“ Gruppe Ost“ haben den 8.5.2021 in etwa 500 perfekte Straßenkilometer verpackt.

Lockdown bedingt, hat Petra von Gripsmania kurzerhand ihr „Ladies Breakfast & Ride“, zu einem „Ladies Ride“ in den Südosten der Steiermark umfunktioniert. 16 Ladies folgten ihrem Aufruf daran teilzunehmen.

Die nordöstliche Fraktion hat sich, da der Tag nun aber schon fürs Biken reserviert war, zu einem Ersatz Ausflug getroffen.
Was braucht es für einen perfekten WIMA –Tag?  Fünf Frauen mit Motorrad, Sonne, azurblauen Himmel, volle Tanks und fünf bunte Tütüs. Dass wir uns anlässlich des IFRD, des International Female Riding Day, auffällig als „Mädchen“ am Bike präsentieren, ist nun fast schon Tradition geworden. Eigentlich war der Anlass bereits am 1.5.21, organisatorisch bedingt haben wir ihn eine Woche später nachgeholt.

Abfahrt 9.00 Nähe Tulln, bei frischen Temperaturen. Führerschein-Nesthäkchen Julia hat mit der BMW GS 750 den Hubraum nahezu versechsfacht (!), im Vergleich zur bisher gewohnten 125-er Honda, und Chris möchte die Tank-Reichweite ihrer KTM austesten. Berti, Anneliese und ich wollen weiter gar nix, als Spaß haben.

Die von Chris zusammengestellte Route durch Wein- und Waldviertel, Mühlviertel und Donautal bietet beste Voraussetzungen für Abwechslung und einige Höhepunkte: Wein- und Agrarkulturen, Wald- und Teichlandschaft, Ritterburgen, Ruinen auf felsigen Höhen, verträumte Flusstäler und weite Horizonte. Dazu blühen die Obstbäume, Fliederhecken, in den Gärten leuchten die Tulpen, Zierkirschen und Forsythien.

Erstes Ziel: Der Motorradengel bei Éibenstein an der Thaya. Stahlglänzend breitet er schützend seine Flügel  über die Gemeinschaft aller BikerInnen. Eine Gedenkstätte erinnert an alle, die bei der Ausübung des Hobbys ihr Leben gelassen haben.

Weiter geht’s, an Freistadt vorbei, nach Bad Leonfelden. Da muss ich natürlich ins Zentrum und in der ansässigen  Lebzelterei  Dessert für die Gruppe einkaufen. Hier im Ort werden Erinnerungen an den WRWR Ostern 2019 wach, wo ein Teil des Team Österreich zu der aus  Tschechien kommenden Gruppe gestoßen ist, und die Etappe durch Österreich begonnen hat.

Die „Wächter der Zeit“, hoch auf der Ruine Waxenberg thronend, sind unser zweites Ziel. Die goldglänzenden, überlebensgroßen mystischen Figuren machen ihrem Namen alle Ehre- sie bewahren uns nicht nur das herrliche Wetter bis in die späten Abendstunden, sondern lassen sich auch geduldig erklettern, besetzen und fotografieren. Von der Ruine aus hat man einen fantastischen Ausblick über Weinviertel und Donautal bis hin zur Alpenkette im Süden.

Der fortgeschrittenen Zeit wegen führt die Route dann kurz vor Perg zur Donau hinunter und wir machen zügig Fahrt bis Grein, zum letzen Tankstopp und Coffee to go . Der allseits beliebte Eissalon verkauft zwar über die Gasse, aber wir haben keine Lust uns in die meterlange Kundenwarteschlange  einzureihen.

Bei Melk Wechsel ans südliche Donauufer. Die Wachau im warmen, goldenen Licht der Abendsonne bietet den sanften Tagesausklang . 

In Mautern dividieren wir uns, je nach Zieladresse, wieder auseinander. Julia, du hast die Einstandsfahrt großartig gemeistert! Chris ist wieder einmal einen phantastischen Einser gefahren! Berti, Anneliese – Danke für die wie immer angenehme Gesellschaft! Eine pannen- und kontrollfreie, entspannte Fahrt mit Seele Baumeln. Das nenne ich einen perfekten Tag!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/19gSj9b-59s

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.